Mäuschen

Gestrandet auf der „Mein-Kind-will-nicht-ins-Bett“-Insel

Tagebuch-Eintrag 25.06.13 – Tag 5 auf der Mein-Kind-will-nicht-ins-Bett“-Insel

Es ist nun 5 Tage her das wir gestanden sind und niemand weiß wann wir hier wieder weg kommen… Es kam völlig unerwartet, und am ersten Abend hier dachte keiner  von uns, dass unser Aufenthalt auf dieser Insel von Dauer  sein könnte. Es sei sicher nur ein dummer  Zufall, eine Verkettung unglücklicher Umstände die uns hier her gebracht hatte. Kein Grund  zur Sorge.

Doch als Tag 2 und 3 vergingen, ohne das eine Rettung in Sicht war, wurden wir nervös. Sollte unser unfreiwilliger Aufenthalt hier etwa doch länger dauern? Zugleich wurde uns klar, es wurde immer später und länger, dass das hier heimische „Kind-Monster“ sein Unwesen trieb, und uns so um unsere Abendruhe und schlussendlich auch unseren Schlaf brachte. Es herrscht ein raues Klima auf dieser Insel, das stand recht schnell fest. Das Kind-Monster hat eine scheinbar unerschöpfliche Ausdauer und terrorisiert alle hier anwesenden durch Dauer-Genörgel und ständiges, aufdringlichstes mit Bilderbüchern in der Hand um Aufmerksamkeit betteln.

Wir ergaben uns aber nicht so schnell unserem Schicksal und versuchten irgendwie unseren Tagesablauf aufrecht zu erhalten, denn am Tag scheint die Insel völlig ruhig und idyllisch zu sein. Das Kind-Monster ist friedlich und scheint gar nicht in der Lage zu sein so einen Terror zu veranstalten. Das trügerische ist aber, dass zur zu-Bett-geh-Zeit alles wie immer zu sein sein scheint. Das Kind-Monster scheint müde, gähnt, treibt sich die Augen und auf Nachfrage versichert es sogar schlafen zu wollen. Macht man jetzt den Fehler und fällt auf diese vorgetäuschte Normalität rein, so merkt man spätestens, wenn es ins Bett soll die wahre Natur des Kind-Monsters. Kaum verlässt man das Refugium des Monsters beginnt dieses zu wüten und zu brüllen. Ein Monsunartiger Regen aus Genörgel und Gequängel prasselte von nun an auf uns nieder und machte uns allen deutlich auch heute verlassen wir die Insel nicht.

An Tag 4 versuchten wir eine neue Taktik, der Mittagsschlaf sollte dem Kind-Monster rituell geopfert werden. Ein schweres Opfer. Um es uns etwas leichter zu machen wollten wir diesen allerdings dem Monster nicht gleich völlig zum Fraß vor werfen, sondern es erst mal mit der Hälfte versuchen. Noch hatten wir auch noch Hoffnung es handele sich nur um einen Kurztripp hier her. Auch wenn diese mittlerweile schwand… Die Opferung vollzog sich erstaunlich leicht, es herrschte gespanntes Warten auf den Abend und ob das Kind-Monster nun endlich gebändigt sei. Doch wieder wurden wir vom Regen überrascht und waren schwer demoralisiert. Nie würden wir hier weg kommen, das Kind-Monster und der Dauer-Regen würden sicher bald die ersten Opfer fordern, und so versuchten wir abwechselnd dem übel standzuhalten damit sich wenigstens einer von uns erholen konnte.

Auch Heute, an Tag 5 versuchten wir es mit der Opferung des Mittagsschlafs doch wieder blieb der erhoffte Effekt aus. Versuchten wir zunächst das Kind-Monster kontrolliert in unser Lager (=Wohnzimmer) zu lassen zeigte sich recht bald, das so keine Hoffnung auf Flucht von der Insel bestehen kann. So war es dann an mir mich tapfer in das Getöse zu stürzen und den Sturm der Entrüstung des Monsters über seine Abschiebung über mich ergehen zu lassen. Gefühlte Stunden saß ich statisch und ohne Regung vorm Bett des Monsters, und ließ den Regen auf mich niederprasseln. Und irgendwann geschah das unfassbare, der Regen wurde weniger, das Monster spielte ruhig mit seiner Decke und beachtete mich gar nicht mehr. Ich wagte nicht mich zu bewegen und blieb trotz eingeschlafen Beine weiter regungslos sitzen. Immer ruhiger und ruhiger wurde das Monster und irgendwann fiehlen ihm im Sitzen die Augen zu. Ich schöpfte Hoffnung und tatsächlich kurz darauf legte sich das Monster hin und war fast sofort eingeschlafen.

Für den morgigen Tag versuchen wir diese Taktik des Aussitzens etwas früher anzuwenden. Noch haben wir die Hoffnung auf Rettung nicht aufgegeben!

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2 Kommentare zu „Gestrandet auf der „Mein-Kind-will-nicht-ins-Bett“-Insel

  1. Ohhhh wie bei uns im Moment.
    Ich lege sie dann abends immer wieder hin, wenn sie aufsteht oder sich hinsetzt.
    Ohne weinen klappt es aber meist nicht mehr :/ komisch, dass sie den Mittagsschlaf ohne Probleme macht. Mia würde ohne Mittagsschlaf umkippen. 😉

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