Aus der Küche

Schwangeren und Kleinkind geeignetes Sushi

Man kennt das doch. Wenn man irgedwas nicht mehr darf, dann will man es oft umso mehr. So schwanger darf man plötzlich ne Menge leckerer Sachen nicht mehr essen (oder auch trinken). Und auch wenn ich vieles davon unschwanger gar nicht oder nur selten esse, will ich es jetzt eben doch…

Neulich hatte ich ganz plötzlich super Lust auf Sushi. Geht natürlich nicht, dachte ich – zuerst.

Aber als ich genauer drüber nachdachte, was am Sushi ich nicht essen darf (rohen Fisch), viel mir auf das ich es auch ohne dieses zubereiten kann, ohne dass mir großartig etwas fehlen würde. Und es hätte obendrein den Vorteil das auch das Mäuschen ganz Bedenkenlos mitessen darf!

Und weil ich die ein oder andere Schwangere (und Mutter) unter meinen Lesern habe, und einfach mal davon ausgehe das ihr vielleicht auch mal Lust auf leckeres selbstgemachtes Sushi habt, hier mein „Rezept“ für Schwangerengeeignetes Sushi:

Ihr braucht für den Reis:

  • ca. 500g Sushi Reis
  • 1-2 EL Japanischen Essig
  • je 1-2 gestrichene TL Zucker und Salz

Zuerst muss der Reis gewaschen werden, bis das Wasser klar bleibt (Ich mach das immer in einem Sieb in einer Schüssel) Das dauert echt ne gaze Weile, ist aber wichtig, sonst wird der Reis zu matschig:

01 Reis waschen

Dann wird der Reis in einen Topf gegeben und mit Wasser bedeckt (etwa 2 Tassen Wasser reichen) und zum kochen gebracht. Bei geringer Wärmezufuhr ca 15-20Minuten kochen, dabei gelegentlich mit einem Holzlöffel umrühren:02 Reis kochen

In der Zwischezeit wird die Würze für den Reis angerührt (Essig, Salz und Zucker), Salz und Zucker müssen sich komplett ausflösen (evtl kurz in die Mirkrowelle geben und erhitzen)

03 Reis würzen

Der Reis muss nun abkühlen, dazu in eine Holzschüssel geben und die Würze hinzufügen (soviel das der Reis wirklich gut und vor allem nach Sushi schmeckt), anschließend vorsichtig mit dem Holzlöffeln unterrühren. Den Reis langsam abkühle lassen (evtl mit auf kalt gestelltem Fön oder Fächer nachhelfen, aber keinesfalls in den Kühlschrank)

04 Reis abkühlen

Jetzt kann die Füllung vorbereitet werden. Ich habe eine vegetarische Maki Rolle mit Paprika, Karotte, Gurke und Avokado gemacht,  zwei California Rolls (Mayo, Avokado, Surimistäbchen und Gurke), eine Maki mit Surimi und Gurke, und eine mit Surimi und Avokado. Man kann das nach herzenslust kombinieren und füllen worauf man Lust hat (halt ohne rohen Fisch…), man kann auch gekochte Garnelen, gebratenes Hühnchenfilet oder Roastbeef nehmen, hauptsache es schmeckt einem.05 Füllung vorbereiten

Für die California Rolls muss eine Bambusmatte mit Frischhaltefolie eingepackt werden (da bei dieser der Reis aussen ist), es ist Vorteilhaft wenn man zwei davon hat, das erleichtert einem später das umdrehen.06 Matten einpacken

Jetzt wird auf ein Noriblatt (glatte Seite kommt nach unten) Reis verteilt. Dafür am Besten eine Schüssel mit Essigwasser bereitstellen und die Hände immer wieder anfeuchten, sonst klebt der Reis einfach höllisch. Die Reis nicht zu fest andrücken, sonst werden die Rollen zu fest. Ich kürze die Noriblätter für die California Rolls immer etwas ein, so um 2-3cm, sonst sind die mir immer zu lang (im Bild das wo kein Reis drauf liegt). Muss man ausprobieren wie einem das passt.07 Reis aufs Noriblatt

Nun muss das ganze umgedreht werden. Am einfachste gehts wenn man die zweite (in Folie gepackte) Bambusmatte auf den Reis legt und dann beide Matten zusammen umdreht. Hat man nur eine muss man das irgendwie so hinkriegen 😉08 Füllung drauf

Dann verteilt man etwa 1/2 EL Mayo auf das Untere Drittel des Blattes,und legt Surimistäbchen, Avokado und Gurke drauf und rollt das ganze mit Hilfe der Bambusmatte (diese bitte nicht miteinrollen 😉 ) Nun noch in Sesam wälzen und anschließend vorsichtig in 6 Teile teilen.09 fertig gerollte Californiaroll

Für die Makirollen Reis auf den unteren zwei drittel eines Noriblattes verteilen, Füllung aufs untere Drittel legen, und ebenso einrollen und zerteilen10 Makirolle füllen 11 Makirolle rollen 12 Fertige Maki

Wenn noch etwas Reis übrig bleibt, es aber für keine weitere Rolle reicht (oder man einfach welche machen will) kann man noch ein paar Nigiri Sushi machen. Dafür auf dem Reis längliche Bällchen formen und schmale Streifen aus einem Noriblatt schneiden. Was auch immer man mag (z.B. Surimistäbchen) auf die Bällchen legen und mit einem Stück Noriblatt fixieren13 Zutaten für Nigiri 14 fertige Nigiri

 

Und so sah es dann fertig aus bei uns 😀  Dem Mäuschen (und auch uns) hats sehr gut gechmeckt!15 Fertige Sushi Platten

 

Und jetzt viel Spass beim nachmachen und Guten Appetit!

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3 Kommentare zu „Schwangeren und Kleinkind geeignetes Sushi

  1. Die sehen fantastisch aus! Krieg grad richtig Lust auf Sushi! Hab aber So Nachmittag natürlich nix dafür im Haus, geschweige denn Bambusmatten. Aber ich werde wohl bald mal dafür einkaufen. Danke für die tolle Anleitung!
    Wie lange hast du für diese 2 Teller eigentlich gebraucht?

      1. Aber lass dich davon jetzt nicht abschrecken! ich hab beim Wacshen immer weiedr Päuschen eingelegt (weil ich das so nervig finde :-P) und während der Reis abkühlte hab ich andere Sachen erledigt. Es ist aufwändig und dauert, aber es lohnt sich, und hatte danach immerhin noch Kraft und Lust Schnecken zu backen kann also nicht sooo schlimm gewesen sein 😉

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