Hummel

Vorsorgeuntersuchung 39.SSW

Und wieder keine Vorsorge nach meinem Geschmack. Ich bin ehrlich ziemlich schlecht drauf gerade…

Angefangen hats eigentlich schon heute morgen, nach dem Aufstehen. Ich hatte bisher wirklich gehofft bis heute würde die Hummel schön tief im Becken liegen, dann wäre meine Frauenärztin zufrieden, und es hätte für mich ja auch einige Vorteile. Heute morgen allerdings, schau ich mir meinen Bauch so an und denke noch „Hmm? Der war doch schon mal deutlich tiefer??“ und sah meine Hoffnungen in diese Richtung schon schwinden. Mehr Sorgen machte ich mir aber auch nicht.

Weiter gings im Auto. Ich bin ein ganzes Stück mit dem Auto gefahren um meine Schwiegereltern (sind bis Morgen bei uns zu Besuch) vom Bahnhof zu holen, und hatte unterwegs erstaunlich viel Sodbrennen. Das kenn ich schon ne ganze Weile nicht mehr, seit sich der Bauch so deutlich gesenkt hatte. Das kam mir schon komisch vor, ich hab mir aber immer noch nichts weiter dabei gedacht.

Mittags hatte ich dann den Termin bei meiner Frauenärztin. Wie immer war zuerst CTG an der Reihe. Die Arzthelferin hatte dabei wirklich Probleme die Herztöne zu finden, das hat mich wieder stutzig gemacht und ich fragte noch doof „Liegt sie so blöd?“ worauf ich als Atwort ein mildes Lächeln erhielt, zusammen mit einem „Solage sie für die Geburt richtig liegt“. Ich musste dann die gesamte halbe Stunde lang den Schallkopf halten damit überhaupt Herztöne aufgezeichnet werden konnten. Irgendwie war mir da schon klar, das gibt heute Ärger. In dem Moment dachte ich aber noch, dass vielleicht einfach das CTG zu schlecht sein könnte und ich deshalb gleich einen Termin im Krankenhaus bekomme.

Das CTG hat meine Ärztin aber nicht gestört. Sie vergab 9 von 10 Punkten, eine Mini-Kontraktion war zu sehen, aber die wurde ignoriert (war ja auch eigentlich nix). Als sie dann im Untersuchungsraum den Bauch abtastete, staunte sie aber nicht schlecht. „Ich glaube die liegt Quer!“ meinte sie nur und zeigte mir, wo sie die zwei Beulen spürte (oben links und unten rechts). In dem Moment dachte ich noch „Red du nur…“, und konnte es irgendwie nicht glauben, ist sie halt ein bisschen aus dem Becken gerutscht, so what. Aber der Ultraschall zeigte leider schnell, nicht der Kopf liegt unten rechts, sondern der Po. Der Kopf ist OBEN! Verstanden was das bedeuten könnte, hab ich zum Glück erst zu Hause so richtig. So konnte ich den restlichen Termin zumindest ruhig hinter mich bringen.

Sie ist auf die Querlage auch beim Ultraschall gar nicht weiter eingegangen. Sie fing an zu messen, zuerst den Kopfumfang und kam auf 31-32cm. Das kam ihr klein vor und sie sagte ich solle mich im Krankenhaus beim Oberarzt vorstellen um das Gewicht zu überprüfen. Die anderen Werte waren alle relativ Zeitgerecht (49cm groß, 3200-3300g schwer), eher kleiner als sehr groß, und definitiv kleiner als das Mäuschen damals. Sie blieb dabei das ich wegen dem Gewicht ins Krankenhaus zum Ultraschall soll (aber um zu schauen das die kleine nicht so groß wird wie ihre Schwester, nicht wegen zu klein!), ob die Querlage sich bis dahin erledigt hat sieht man dann ja, da schien sie sich aber keine Sorgen zu machen. Und ich mir so auch (erstmal) nicht.

Sehen wollte sie mich dann aber schon nächste Woche Dienstag wieder, nur um zu schauen wie sie dann liegt. Außer wenn ich vorher schon den Termin im Krankenhaus gehabt hätte, dann könnte ich absagen. Dann musste sie noch schnell eine Story loswerden, von einem Fall von Querlage wo die Fruchtblase geplatz sei, und mit dem Fruchtwasser die Hand rausgespült wurde. Das wolle sie nicht wieder erleben, es war wohl schwer das Kind dann beim Kaiserschnitt rauszuholen. Ausserdem könnte es jetzt zum Nabelschnurvorfall kommen beim Blasensprung, weil der Beckeneingang nicht durch Kopf oder Po abgedichtet ist. Sie sagte noch so schön „Sowas erzähle ich normalerweise nicht, aber ich will das sie sich im Klaren sind das die Situation Ernst ist!“ Nette Abschiedsworte…

Ich hab draußen im Auto als erstes einen Termin beim Oberarzt gemacht, und dabei überrascht festgestellt das auf meiner Überweisung nichts von Gewichtskontrolle oder so steht, sondern „Begleitung einer Querlage“. Hab dann Termin für Dienstag Vormittag bekommen, bin gespannt was da auf mich zukommen wird, wenn sich die Hummel bis dahin nicht zurück dreht.

Obwohl eigentlich kann ichs mir ja vorstellen. In Anbetracht dessen, dass ich am Dienstag schon bei 38+6 bin, also fast schon in der 40. Woche. Denn eine Querlage gehört zu den „Geburtsunmöglichen Kindslagen“, also ist definitiv ein Kaiserschnitt nötig wenn sie sich gar nicht drehen würde. Da sie mehr Richtung BEL als Richtung Schädellage liegt, wird dann wohl definitiv ein Kaiserschnitt angesprochen werden, und ich gehe davon aus, dass man mir am liebsten gleich einen Termin machen will, ein geplanter Kaiserschnitt wird schließlich in der Regel schon recht weit VOR Termin gemacht, also wird man den wohl schon nächste Woche machen wollen fürchte ich.

Sollte sich die Hummel also wirklich bis Dienstag nicht zurückdrehen, werde ich mich detailiert aufklären lassen welche Risiken bestehen wenn ich mich NICHT auf einen geplanten Kaiserschnitt einlasse, sondern den natürlichen Geburtsbeginn abwarte, um dann zum Kaiserschnitt spontan ins Krankenhaus zu fahren (sollte sie sich bis dahin NICHT gedreht haben). Das würde ich (sofern keine großen Risiken dagegensprechen) bevorzugen, da es mir wirklich wiederstrebt den Geburtstermin meines Kindes selbst festzulegen, und ich im Zweifel mehr Zeit hätte die Hummel zum drehen zu überreden.

Möglichkeiten gibts dafür ja einige, über die ich mich ja schon informiert habe als die Hummel noch in BEL lag.

Indische Brücke hab ich heute Nachmittag gleich mit angefangen (und werd ich gleich nochmal wiederholen), Spieluhr ist ausgepackt, Taschenlampe wird bei Gelegenheit Anwendung finden. Dann bleiben noch Moxen und Akkupunktur, macht meine Hebamme aber nicht, da muss ich zu einer anderen. Sollte aber kein Problem sein. Letzte Möglichkeit wäre evtl noch die Äußere Wendung, wobei ich nicht weiß ob die zu diesem Zeitpunkt noch durchgeführt wird, denn eigentlich macht man die in der 37./38.SSW.

Mich macht das alles ehrlich ein bisschen fertig. Kaiserschnitt ist wirklich (fast) das schlimmste was ich mir Vorstellen kann. Nicht nur das man mir mein Baby aus dem Bauch raus schneidet, wo ich doch nach der recht schweren Geburt vom Mäuschen wirklich einen positiven Ausgleich nötig hätte, bei mir entzünden sich eigentlich immer alle OP-Wunden, und das wäre ja nun wahrlich keine kleine. Ich vertrage Narkosen nicht so wahnsinnig gut, und die Vorstellung einer Spinalen Anästesie behagt mir ehrlich auch nicht wirklich… Ach alles doof halt…

Das ist echt Mist. Bis heute Mittag habe ich mich noch über jede Kontraktion gefreut, sie zum üben genutzt und heimlich gehofft das es schon losgeht. Jetzt wird mir bei jedem zusammenziehen der Gebärmutter ein bisschen schlecht. JETZT darf es auf keinen Fall losgehen. Und das wo es doch eigentlich jeden tag soweit sein könnte! Das Nervt mich tierisch.

Ich werde mich jetzt nochmal ein bisschen in die Indische Brücke begeben und mir dabei die Spieluhr oder vielleicht auch die Taschenlampe an den Bauch halten, und einfach hoffen das die Hummel morgen schon wieder andersrum liegt. Den Platz scheint sie ja offensichtlich noch zu haben. Morgen Vormittag kommt sowieso Gundula vorbei und kann dann gleich mal schauen wie die Kleine liegt. Vielleicht ist dann die ganze Aufregung umsonst gewesen. Ansonsten wird die nächste Woche wohl sehr anstrengend, aufregend und mit vielen Terminen bestückt… Zum Glück ist Clara dann da…

Drückt mir die Daumen!

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