Aupair

Der Vogel ist gelandet

Seit zwei Tagen ist unser neues Aupair E. jetzt bei uns und bisher macht sie einen sehr guten und lieben Eindruck. Die Kinder haben sie gleich ins Herz geschlossen und spielen den ganzen Tag mit ihr. Die Hummel sagte anfangs noch oft Rita zu ihr (die beiden haben tatsächlich auch einige Ähnlichkeit äußerlich, zumindest vom Standpunkt einer 2 Jährigen aus), mittlerweile aber ihre eigene sehr süße Version des Namens.

Vor zwei Tagen habe ich E. vom Flughafen abgeholt, alleine denn bis Frankfurt sind es knapp 4 Stunden zu fahren. Am Abend vorher, erfuhr ich, dass auch E.´s Tante M. (die selbst vor fast 9 Jahren als Aupair nach Deutschland kam und heute in Stuttgart als Erzieherin arbeitet) auch zum Flughafen kommen würde um uns bzw mich kennenzulernen und ihr Nichte begrüßen zu können.

Ich war schon deutlich vor der geplanten Ankunftszeit am Flughafen und so hatte ich Zeit mich lange mit M. zu unterhalten. Sie erzähle mir, das E. gerne nach ihrem Aupair Jahr in Deutschland studieren möchte. Damit ihr deutsch gut genug wird, sollten wir doch bitte nur Deutsch mit ihr sprechen. Da das auch unser Plan war (denn Rita sprach das ganze Jahr immer nur Englisch mit uns, obwohl sie gut Deutsch konnte), war ich damit natürlich absolut einverstanden.

Als der Flieger gelandet war, brachte ich mich vor der Ankunftsschleuse in Position mit meiner selbstgebastelten Turkmenischen Flagge mit E. Namen drauf, damit sie mich auch erkennt. M. und ihr Freund, der ebenfalls mitgekommen war, versteckten sich, denn E. wusste nicht, dass auch M. am Flughafen sein würde.

Und dann warteten wir. Und warteten. Und warteten.

Ich wurde immer nervöser, weil ich Angst hatte, dass irgendwas schief gelaufen war. Von M. wusste ich zum Glück, dass E. wirklich abgeflogen war, sonst hätte ich wohl gedacht, sie wäre gar nicht aus Turkmenistan raus gekommen. So aber fürchtete ich, das sie schwierigkeiten bei der Passkontrolle, Zoll o.ä. hätte, sich nicht verständigen kann und auch uns nicht erreichen kann, denn ein Handy hat sie nicht.

Fast eine Stunde nach Ankunft des Fliegers, kam dann irgendwann plötzlich M.´s Freund zu mir geschlichen und flüsterte mir zu, E. wäre grad an mir vorbeigelaufen! Ich war völlg irritiert, denn ich hatte wirklich jeden einzelnen der aus der Tür kam angesehen und versucht sie zu erkennen. Und auch als er in ihre Richtung zeigte, konnte ich gar nicht erkennen, wer sie denn sein sollte. Aber nachdem er sie beschrieb hab ich sie gesehen und bin zu ihr hin. Sie war mit einer weiteren Frau aus der Tür gekommen, die ihr wohl bei ihren Schwierigkeiten geholfen hatte, und da sie gemeinsam rauskamen, dachte ich, das könnte sie nicht sein, denn ich erwartete ja eine allein reisende Frau.

Ich ging also auf sie zu, begrüßte sie und merkte sofort, dass sie ziemlich durch de Wind war. Ich dachte mir, sie könnte jetzt sicher ein vertrautes Gesicht gebrauchen und ein wenig seelischen Beistand, und sagte gleich zu ihr (statt sie erst in Ruhe zu begrüßen wie geplant) dass ich eine Überraschung für sie hätte. Da schaute sie mir das erfste mal in die Augen und fragte total ungläubig „M.?“, ich sagte nur ja, zeigte auf ihre Tante und sofort brach E. in Tränen aus. Man merkte wie sämtliche Anspannung von ihr fiehl.

Mit M. und ihrem Freund gingen wir dann gemeinsam noch eine Kleinigkeit essen, unterhielten uns ein wenig (hauptsächlich M. und E., mir gegenüber war E. noch sehr reserviert und schüchtern) und fuhren dann zurück nach Hause. Wir unterhielten uns ein wenig, auch wenn es aufgrund der noch nicht wirklich guten Deutschkenntnisse (eher aufs Sprechen als aufs verstehen bezogen) nicht weit über Hobbys und Familie hinaus kam.

Die Kinder haben sie als wir ankamen herzlich begrüßt und nachdem wir ihr alles wichtige gezeigt haben, ging sie erst einmal geschafft von der Reise schlafen.

Heute haben wir sie bei uns angemeldet, ihr ein Handy bestellt, damit sie uns und wir sie erreichen können im Notfall und sie hat das Mäuschen gemeinsam mit dem Mäuschen-Papa in den Kindergarten gebracht, damit auch die Erzieherinnen sie schon einmal kennen.

Ihr Deutsch wird schon langsam besser, vor allem mit den Kindern spricht sie viel, liest schon Bücher vor und zählt fleißig mit dem Mäuschen.

Die Eingewöhnung läuft also auf Hochtouren 😀

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2 Kommentare zu „Der Vogel ist gelandet

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