DIY

Ordnung ins Chaos

Ich bin ja eher der Chaotische Typ, und vor den Kindern hat mein Alltag kein klitzekleines bisschen Rhythmus oder Struktur gehabt. Auch regelmäßig (oder gar gesund) Essen war kaum drin. Das änderte sich dann langsam und für mich sehr anstrengend nach der Geburt des Mäuschens. Und dennoch sind hier und da sicher noch Optimierungs-Möglichkeiten vorhanden.

Bis vor einigen (wenigen) Monaten habe ich beispielsweise noch sehr spontan am Vormittag entschieden was es Mittags zu essen gibt, und war dann dafür nicht alles vorhanden musste ich eben noch schnell was kaufen gehen. Ich war also definitiv mehrmals die Woche für Kleinigkeiten einkaufen (und hab auch immer wieder jede Menge Zeug mitgenommen, den ich eigentlich nicht brauchte) zusätzlich zum Wochenendeinkauf am Samstag. Es wurden immer wieder Lebensmittel im Kühlschrank schlecht, weil ich sie gekauft und dann nicht gebraucht hatte, es ging viel Zeit drauf fürs ständige einkaufen, und ich gab unnötig viel Geld aus, für den Kram der so mit in den Wagen wanderte und für die Dinge die nicht benötigt und dann weggeschmissen wurden.

Samstags den Wochenendeinkauf zu machen, find ich übrigens schon immer sehr nervig. Es geht wertvolle Zeit drauf, die der Mäuschen-Papa endlich mal da ist, es dauert ewig, weil man ja bei weitem nicht der einzige ist, der Samstag vormittags einkaufen geht und es nervt einfach, weil so viel los ist. Seit das Mäuschen aber Freitags für eine Stunde alleine zur Musikschule geht, habe ich deswegen diese Stunde fürs einkaufen auserkoren. Und damit ich nur dann einkaufen muss, und nicht noch 3 mal zusätzlich für Kleinkram los muss, mache ich mir nun einen Plan, was es die Woche über zu essen gibt und schreibe mir Freitags vormittags auf was ich dafür (und sonst so für eine Woche) brauche.

Damit das ganze nun auch übersichtlich und für alle sichtbar und nachvollziehbar ist, habe ich einen Wochenplaner für uns gestaltet:

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Ich habe dafür eine alte Pinnwand, die hier noch rumstand mit einem Deko-Klebeband unterteilt und mir Überschriften für die Spalten und Zeilen ausgedruckt und ausgeschnitten. Dann habe ich Fotos der Gerichte die ich so koche auf Karteikarten geklebt. Auf der Rückseite steht dann immer, was man für Zutaten braucht und wie es Zubereitet wird. (Noch sind nicht alle Karten fertig, viele Fotos fehlen noch und werden jetzt im Laufe der Zeit ergänzt und die Zutaten+Zubereitung schreibe ich mir immer drauf an dem Tag wo ichs koche).

Damit ich für unser Aupair keinen Extra Wochenplan mehr schreiben muss, habe ich auch gleich noch Spalten für meine Termine und die vom Mäuschen-Papa dazu gemacht, und ganz unten gibt es noch je einen Zettel für eine ToDo-Liste (auf die einfach jeder was eintragen kann, und wer Zeit hat macht es) und für die Einkaufsliste (die hängen bei Sonntag, weil das der Tag ist, an dem so gut wie nie Termine anstehen).

Die Kinder können nun anhand der Fotos super aussuchen, was es in der Woche zu essen geben soll. Ich ordne das dann erst mal zu, so wie ich denke das es vom Zeitplan und Aufwand, aber auch der Haltbarkeit der Lebensmittel passen wird, bin aber trotzdem flexibel und tausche mal die Gerichte untereinander, wenns plötzlich anders besser passt, oder mein Appetit was andres will 😉 Für alles was auf dem Plan steht ist ja immer alles da, also kann ich in diesen Gerichten sehr spontan sein. Ich kaufe nur das was ich brauche ein, und viel weniger auf Vorrat, das spart Platz im Kühlschrank und es muss weniger weggeschmissen werden weils schlecht wird (nämlich so gut wie nichts mehr), und es geht für den Einkauf wirklich nur noch eine Stunde in der Woche drauf, das ist wirklich supi.

Damit ich die Karteikarten nun noch irgendwo ordentlich hinpacken kann und sie nicht durch die Gegend fliegen, hab ich mir noch schnell eine Art Hänge-Utensilio genäht.

Dafür habe ich zwei Streifen Baumwollstoff + 1x Volumenvlies in der Länge von 4x Karteikartenbreite + ein paar cm zwischen den Karten +  Nahtzugabe zugeschnitten und 4 kleine Stücke Stoff so groß das die Karten ca 2/3-hineinpassen + Nahtzugabe ausgeschnitten. Dazu dann noch etwas Schrägband zum einfassen.

Die Kanten der kleinen Stücke hab ich umgebügelt und dann eine Seite mit einem Zierstich festgenäht.

Dann habe ich die Stücke auf einem der Baumwollstreifen (auf der rechten Seite) ausgerichtet, festgesteckt und an 3 Seiten festgenäht, sodass die obere Seite mit dem Zierstich offen blieb.

Danach habe ich das Volumenvlies auf die Linke Seite des Stoffs aufgebügelt und den zweiten Stoffstreifen dahinter gelegt. Das ganze habe ich dann rundherum (bis auf die obere Kante) mit dem Baumwollschrägband eingefasst. Oben habe ich den Stoff einmal umgeschlagen und mit etwas Abstand zur Kante festgenäht, sodass ein kleiner Tunnel entstand, in den ein Rundholz stück passte. An dieses hab ich dann noch eine Schnur geknotet damit ich das ganze aufhängen kann.

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Fertig 🙂

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