Aupair

Alltag mit Aupair – Die ersten Wochen

So ganz langsam kommt unser 3. Aupair D. endlich so richtig bei uns an. Es hat recht lang gedauert, vom Gefühl her viel länger als bei den ersten Beiden. Aber unsere D. ist vom Typ her auch eher schüchtern und introvertiert, da dauert es halt etwas bis man sich eingefunden und aneinander gewöhnt hat (wenn die Gastmutter dann auch eher der introvertierte Typ ist, machts das nicht leichter 😉 ) Sie wirkt jetzt endlich etwas fröhlicher, aufgeschlossener und spielt auch mehr mit den Mädels (die haben ihr den Start aber auch nicht leicht gemacht).

Die ersten Wochen sind nun schon rum, bald ist D. schon 2 Monate bei uns. In dieses 2 Monaten habe ich durchaus das ein oder andere mal (mindestens innerlich) die Hände vorm Gesicht zusammengeschlagen, über die teilweise kreativen Ideen die D. hatte wenn es um die Erfüllung einiger Aufgaben ging. Meist handelte es sich hier um Kommunikations- und Sprachprobleme und es ist nie dauerhafter Schaden entstanden, aber ich war durchaus häufiger mal not amused, oder aber umso mehr 😉

So hat unsere D. einmal von mir den Auftrag bekommen zwei Kissen auf das die Hummel Wasser verschüttet hat zum trocknen aufzuhängen als ich dringend weg musste. Dies waren so ganz einfache Dekokissen, gefüllt mit Watte. Als ich zurück kam fand ich dies:

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Sie hatte tatsächlich die Nähte der Kissen an einer Seite aufgetrennt, die Watte herausgeholt und den Bezug aufgehängt. Auf die Idee wär ich nie gekommen… Zum Glück hab ich ne Nähmaschine und konnte das ganze recht einfach wieder reparieren 😉

Ein anderes mal sollte sie den Plastikeimer mit dem Papiermüll raus zur Tonne bringen. Nachdem sie erst mal ohne den Eimer losgestapft ist und mich mit eben diesem in der Küche stehen ließ, hat sie doch noch begriffen was ich will und ist mit dem Eimer in der Garage verschwunden. Ich hab nicht weiter drauf geachtet was sie tut, bis Abends der Mäuschen-Papa wissen wollte wo denn der Eimer für den Papiermüll wäre… Ich hab D. gerufen und sie gefragt wo der Eimer ist, da ist sie tatsächlich recht erschrocken in die Garage gerannt und hat diesen wieder aus der Tonne geholt 😉

Ich weiß mittlerweile, dass ich ihr neue Dinge immer erst Zeigen bzw mit ihr tun sollte, bevor ich erwarte, das sie sie auch alleine schafft. Vieles was ich für selbstverständlich halte (schon mit den Kindern zu Mittag essen, wenn ich erst viel später komme und nicht auf mich warten, Nudeln auch abgießen wenn sie fertig sind und nicht im Kochwasser stehen lassen, nicht mit dem vollen Einkaufswagen ohne zu zahlen durch die Kasse gehen um mir zu folgen, wenn ich nur schnell was aus dem Eingangsbereich holen will etc) ist ihr scheinbar nicht klar. Aber es wird besser. Mit jedem mal werde ich etwas geschickter darin zu erkennen, wo solche „Missverständnisse“ lauern könnte, und mit jedem mal, bei dem ich ihr etwas zeige lernt sie dazu.

Ihr Deutsch wird langsam auch etwas besser. Sprechen kann sie eigentlich schon nicht schlecht, vor allem ihre Aussprache ist echt gut, nur das verstehen ist manchmal noch etwas schwierig. Einen Sprachkurs kann sie leider erst ab Ende August besuchen, weil alle entweder voll oder schon zu lange am laufen sind. Bis dahin haben wir ihr einen Laptop zur Verfügung gestellt und sie lernt über ein online Programm der VHS deutsch. So bleibt sie zumindest am Ball und tut was gegen ihre Vormittags-Langeweile.

Jetzt muss sie es nur noch mal schaffen, die Mädels ins Bett zu bringen, das hat bisher noch nicht geklappt… Nächstes Wochenende gehen wir ins Kino, das dauert so lange, da schlafen die Kinder garantiert bis wir zurück sind 😉

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